Know How

Ich werde hier in loser Reihenfolge den ein oder anderen Tip veröffentlichen, der für mich im Bereich der Fotografie nützlich ist.

Verwendung eines Retro-Adapter-Ringes für verschiedene Objektive

Ich habe mich für Canon Objektive entschieden, weil sie recht günstig zu erwerben waren und ich schon einige Erfahrungen mit diesen Objektiven gemacht habe. Ausserdem gehören zu den beiden Objektive mit Chrome-Ring jeweils eine Objektiv-Dose, worin diese auch ohne Objektivdeckel sicher aufbewahrt und transportiert werden können. Natürlich kann jedes Objektiv jedes Herstellers verwendet werden, da nur eine mechanische Verbindung zum Kameragehäuse hergestellt wird. Zu beachten ist, dass, je kürzer die Brennweite ist, umso größer der Faktor der Vergrößerung ist. Im gleichen Mass verringert sich auch der Schärfebereich. Bilder dazu gibt es auf dieser und der Familien-Webseite.
Im einzelnen verwende ich folgende Objektive:
1. Vivitar 28mm 1:2.8 2. Canon FD 50mm 1:1.8 3. Canon FD 35mm 1:3.5 S.C. 4. Canon FD 50mm 1:1.4 S.S.C.
vivitar 28mm canon-fd 50mm canon-sc 35mm canon ssc 50mm

Die Objektive Nr. 1 + 2 benutzt neine Tochter auf der EOS 500D, Nr. 3 + 4 nutze ich mit einer EOS 50D.
Alle Objektive wurden früher an Canon-FD-Kameras benutzt. Die beiden Canon (S.C. + S.S.C) sowie das Vivitar haben einen Ring, der gedreht werden musste, um das Objektiv an der Kamera zu befestigen, das FD der neueren Bauart wurde in einem Stück gedreht, um es am Gehäuse zu montieren. Daraus ergibt sich jeweils eine etwas andere Handhabung in der Retro-Stellung.

Als erstes wird der Adapter-Ring auf das Filtergewinde des Objektiv geschraubt. Es gibt für fast jeden Filterdurchmesser den passenden Ring mit Anschluss an die Kamera.

Bei dem FD-Objektiv neuerer Bauart (Nr. 2) muss der rückwärtige Deckel montiert sein, damit der Blendenring bewegt werden kann. Und damit man dann durch das Objektiv durchschauen kann, habe ich den Deckel einfach aufgefräst. Siehe Bilder:

Dann muss nur noch darauf geachtet werden, dass der so entstandene Ring nicht bis zum Anschlag gedreht wird. So ist es möglich, einmal durch drehen des Deckels und zweitens durch drehen am Blendenring die Blende zu schließen, um damit mehr Schärfentiefe zu erzielen.

Bei dem Vivitar-Objektiv (Nr.1) muss auch gebastelt werden, aber da reicht schon eine Schere und ein Stück Plastik (ich hab eine alte Kreditkarte benutzt).
Damit wird der Blendenhebel justiert, so kann dann die Blende am Ring eingestellt werden.

Bei dem S.C.-Objektiv (Nr. 3) ist das besser geregelt. Das Objektiv hat einen Hebel, mit dem die Funktion der Springblende eingestellt wird. Es muss aber auch mit einem spitzen Gegenstand (Taschenmesser) die Verriegelung des Chrome-Ringes gelöst werden. Dieser Federmechanismus befindet sich innen am Chromering. Bei geschlossenem Zustand genau dort, wo sich der rote Punkt für das passgenaue Ansetzen des Objektives befindet.
Bei dem S.S.C.-Objektiv (Nr.4) muss auch die Verriegelung des Chrome-Ringes genauso gelöst werden, dort wird aber mit Einsatz von sanfter Gewalt der Blendenhebel aus der usprünglichen Justierung gelöst und auf die gegenüberliegende Stellung gebracht.

Falls es dazu noch Fragen gibt, bin ich gerne bereit, diese per e-mail zu beantworten.



Feuerwerk fotografieren

Ich werde mal immer wieder gefragt, wie ich meine Feuerwerk-Fotos gemacht habe. Die verwendeten Kameras und Objektive kann man unter Ausrüstung nachlesen. Grundsätzlich gilt aber: Immer mit Stativ und Kabelauslöser; Funk oder IR geht aber auch.

Hier nun die Einstellungen, die ich an Kamera und Objektiv vornehme.
    KAMERA
  • Programmwahlschalter auf M
  • ISO auf 100
  • Blende zwischen 9 (Tele) und 14 (Weitwinkel)
  • Zeit auf bulb

  • OBJEKTIV
  • Stabilizer aus
  • Autofocus aus bzw: MF
  • fokusieren auf unendlich, dann einen Tick zurück
Dann die Kamera oder Objektiv auf ein stabiles Stativ geschraubt, den Kabel-/Funk-/Infrarot-Auslöser aktiviert bzw. montiert und schon kann es losgehen. Zur Belichtungszeit: Ich schau halt immer, dass ich mehrere Raketen/Bomben auf einen Foto habe, daraus ergibt sich eine Dauer zwischen 1 und 4 Sekunden, die ich den Auslöser gedrückt halte. Abgesehen davon kann man ja auf dem Kamera-Display das aktuelle Bild in der Rückschau kontrollieren und evtl. diverse Einstellungen korrigieren.
Dafür habe ich dann auch immer eine kleine Taschenlampe dabei.

Auch hier gilt: Bei Fragen einfach bei mir melden.



Stabiles Stativ

Als erstes möchte ich hier vorausschicken, dass ich hier keine Stative schlecht reden möchte.
Aber ein guter Bekannter, der in meinen Augen ein wirklich guter Fotograf und auch technisch sehr visiert ist, hat mich vor einiger Zeit auf Stative der Marke "LINHOF" aufmerksam gemacht. Er selbst besitzt mehrere Stative dieser Marke und ist u.a. im Besitz eines Doppelrohr-Statives mit pneumatischer Mittelsäule. Er hat dieses Stativ auf einem Fotoflohmarkt für unter 150,- € erstanden. Und dieses Teil ist wirklich der Hammer. Über 2 Meter hoch, äuserst Standfest und mit unter 3 Kilogramm Gewicht auch noch gut zu transportieren.
Also habe ich mich dann sofort in der "Bucht" umgeschaut und mitgeboten. Nach ca. 8 Wochen hatte ich dann Glück und erstand für relativ kleines Geld erst ein Stativ und danach noch den passenden Stativkopf dazu. Es ist zwar kein Doppelrohrstativ und hat auch keine pneumatische Mittelsäule, dafür aber in der max. Auslegung knapp über 2 Meter hoch. Und auch in dieser Höhe noch unglaublich stabil. Gut - braucht man nicht oft, aber wenn....
Jedenfalls bin ich so sehr begeistert davon, dass ich diese Stative mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann.



Einfache Konvertierung von RAW in JPG mittels IrfanView

Natürlich geht das ganze auch mit sehr mächtigen oder teueren oder auch komplizierten Bildbearbeitungsprogrammen.
Aber diese hab ich nicht und will ich nicht.
Die Hersteller liefern ja auch beim Erwerb einer Kamera die entsprechende Software mit. Diese kann man natürlich auch verwenden.
Ich möchte hier nur einen sehr einfachen und kostenlosen Weg aufzeigen.
  1. RAW-Datei mit IrfanView öffnen
  2. BILD - Größe ändern
    1. Haken an proportional machen
    2. Größe auswählen (lange seite z.b. 4000 pixel)
    3. DPI: 300 !!
    4. OK
  3. DATEI speichern unter... --- als jpg.file mit 100% speichern.

Und schon hat man neben der Original RAW-Datei ein JPG-Bild in richtig großer Auflösung. Natürlich sind das hier nur die Werte, wie ich sie für Bilder aus meinen Canon EOS DSLR's verwende. Für andere Canon-Kameras oder von anderen Herstellern sind möglicherweise andere Werte eher von Vorteil. Das kann man aber einfach durch ausprobieren heraus finden.
Und falls jemand das Programm "Irfan View " verwenden möchte, den Link dazu gibts hier auf meiner Webseite unter LINKS



Bildgröße ändern mit IrfanView

Es gilt das gleiche wie schon beim Konvertieren von RAW-Dateien.
Für die Bildgröße gibt es 2 verschiedene Auswahlkriterien.
  1. Maße - entweder in Pixel, Zentimeter oder Inch
  2. Dateigröße - in Kilo-Byte

Punkt 1 - Länge und Breite

  1. Bild-Datei mit IrfanView öffnen
  2. BILD - Größe ändern -- anklicken
  3. angezeit wird die aktuelle Bildgröße
  4. aufpassen, dass das Häkchen bei "proportional" drin ist!
  5. auswählen der Größeneinheit: pixel - cm - inch
  6. neue Größe eingeben - entweder Breite oder Höhe - das andere Feld wird automatisch angepasst
  7. DATEI speichern unter... --- als jpg.file mit 100% speichern.

Punkt 2 - Dateigröße im MB

  1. Dazu ist die Installation der IrfanView - Plugin's notwendig
  2. Bild-Datei mit IrfanView öffnen
  3. DATEI - Speichern fürs Web...(Plugin) -- anklicken
  4. das zu speichernde Bild wird im Pop-Up-Menue 2x angezeigt
  5. den "Quality" - Schieberegler auf die angestrebte Dateigröße ziehen - wird über dem rechten Bild angezeigt
  6. alternativ den "Compress to Size" Button anklicken und die entsprechende Dateigröße eingeben.
  7. dann noch auf "SAVE" klicken und Bild unter neuem Namen speichern
Falls es dazu noch Fragen gibt, darf man mich gerne anschreiben.